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2003: Christoph Meckel

Die Jury des Joseph-Breitbach-Preises, den die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, und die Stiftung Joseph Breitbach gemeinsam vergeben, hat in ihrer Sitzung vom 26. April 2003 die diesjährigen Preisträger Christoph Meckel, Herta Müller und Harald Weinrich benannt. Der Preis ist mit insgesamt 120.000 € dotiert und wird zu gleichen Teilen verliehen. Die Verleihung fand aus Anlaß des 100. Geburtstages von Joseph Breitbach am 20. September 2003 im Stadttheater Koblenz statt.

Begründung der Jury:
»Christoph Meckels umfangreiches Werk ist von Anfang an geprägt von graphischen und literarischen Arbeiten. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht ›das nackte Menschsein und was darin fehlt‹. In nicht wenigen von Meckels Büchern verschmelzen Poesie und Prosa, Erzählung und Essay, Biographie und Fiktion. Auffällig die Fülle der Bilder, die Phantasie, die Märchen-Motive. Dazu kommen politische Aspekte, etwa in den autobiographischen Annäherungen (›Suchbildern‹) an den Vater und die Mutter. Durchweg kennzeichnend ist das Ineinander von Hoffnung und Verzweiflung, Pathos und Lakonie.«

Biographie:
1935 in Berlin geboren, verbrachte Christoph Meckel seine Kindheit in Freiburg i. Br., Paris und München und unternahm nach der Schulzeit mehrere Reisen in Europa, Afrika und Amerika. Nach einem Grafikstudium an den Kunstakademien Freiburg, München und Paris veröffentlichte er zahlreiche Gedichtbände, Romane, Erzählungen und grafische Arbeiten. Es folgten Gastprofessuren in den USA, 1988/89 die Frankfurter Poetikdozentur und zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland. Nach unterschiedlichen Wohnsitzen im Markgräflerland, Korsika, Südfrankreich und der Toskana lebt Christoph Meckel heute abwechselnd in Berlin und der Provence.

Auszeichnungen:
  • 1962 Villa-Massimo-Stipendium
  • 1974 Reinhold-Schneider-Preis
  • 1978 Rainer-Maria-Rilke-Preis
  • 1981 Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen
  • 1981 Ernst-Meister-Preis
  • 1982 Georg-Trakl-Preis
  • 1993 Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor
  • 1998 Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung
  • 2005 Schiller-Ring der Deutschen Schillerstiftung von 1859
Veröffentlichungen:
  • Tarnkappe. Gedichte. Mit vier Graphiken. München: Unverhau 1956
  • Moël. Radierungen und Vorwort. Hamburg, München: Ellermann 1959
  • Im Land der Umbramauten. Prosa. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1961
  • Erinnerung an Johannes Bobrowski. Mit drei Veduten. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1978
  • Licht. Erzählung. München: Nymphenburger 1978
  • Ausgewählte Gedichte 1955-1978. Königstein im Taunus: Athenäum 1979
  • Suchbild. Über meinen Vater. Düsseldorf: Claassen 1980
  • Anabasis. 88 Radierungen mit einer Vorbemerkung. München: Hanser 1982
  • Ein roter Faden. Gesammelte Erzählungen. München: Hanser 1983
  • Ein unbekannter Mensch. München, Wien: Hanser 1997
  • Dichter und andere Gesellen. München, Wien: Hanser 1998
  • Suchbild. Meine Mutter. München, Wien: Hanser 2002